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Gute Aussichten für einen feinen Jahrgang bei ECOVIN

Oppenheim, 04. Oktober 2007. Die meisten ECOVIN-Winzer beginnen in diesen Tagen die Hauptlese. Dabei erwarten sie nicht nur gute Qualitäten, sondern auch wieder ausreichende Mengen. Ein trockenes und warmes Frühjahr und ein eher kühler Sommer haben eine lange Vegetationsperiode beschert. Die Trauben sind gesund und profitieren von den milden Septembertagen.

Für die ECOVIN-Winzer in Baden berichtet Paulin Köpfer: „Das Vegetationsjahr begann für die Biowinzer mit einem außergewöhnlich warmen und trockenen April, dem eine frühe Blüte und eine frühe Reife der Trauben folgte. Der feuchte Sommer förderte das Wachstum, erst die eher kühlere Witterung im August und September schob den Lesezeitpunkt wieder etwas weiter hinaus.“ Der gesunde Zustand der Trauben erlaubt eine gut gestaffelte, zeitlich ausgedehnte Lese – wie sie im Vorjahr nicht möglich war. Gute Erträge und eine feine Balance zwischen Reife und Säure zeichnen die ersten Müller-Thurgau-Moste aus.

An der Mosel wird die Riesling-Ernte in Kürze beginnen. Harald Steffens sieht der Lese mit Vorfreude entgegen: „Durch die kühlen Nächte der vergangenen Tage ist die Aromaeinlagerung in die Trauben deutlich verbessert. Sollte das Wetter so bleiben, ist mit einer geringen Fäulnisgefahr zu rechnen. Die Qualität dürfte sehr gut werden, die Menge ebenfalls etwas über dem Durchschnitt.“

ECOVIN-Winzerin Christine Bernhard aus der Pfalz sieht der Hauptlese entspannt entgegen: „Die Rahmenbedingungen sind optimal. Wir erwarten eine wunderbare Fruchtigkeit, mit einer stabilen reifen Säure. In diesem Jahr sind alle Qualitätsstufen bis zur Beerenauslese möglich.“ Von Krankheiten und Schädlingen sind die Reben weitgehend verschont geblieben. Nur die in diesem Jahr sehr zahlreichen Mäuse im Zellertal sind auffällig – ihnen scheinen die süßen Trauben gut zu schmecken.

Auch im Rheingau und am Mittelrhein stellt sich die Lage gut dar. Michael Albrecht wartet noch einige Tage mit der Riesling-Ernte: „Die Trauben sind gesund, und die Ökowinzer haben nur wenig Pilzbefall verzeichnet. Die Mostgewichte sind bereits gut, doch mit der Lese vom Riesling warten wir noch kurze Zeit, damit sich noch etwas Säure abbaut.“

Walter Zimmer von der Regionalgruppe Rheinhessen berichtet:
„Das sonnige und trockene Wetter mit sehr kühlen Nachttemperaturen hat die Traubenreife sehr positiv beeinflusst. Die Weißweinmoste haben gute bis sehr gute Mostgewichte, stabile Säurewerte und werden durch eine enorme Fruchtaromatik geprägt. Die Rotweintrauben sind ebenfalls qualitativ sehr hochgradig bei wenig Fäulnisproblemen und recht ordentlichen Farbwerten. Die Erträge werden sich ähnlich wie etwa im Jahr 2005 einpendeln. Die Weinfreunde werden sich wohl wieder auf frische, langlebige und aromageprägte Weine freuen können.“

Hermann Schmalzried von der Regionalgruppe Württemberg ist ebenfalls zufrieden: „Wir erwarten einen großen Jahrgang mit viel Frucht und feiner Säure.“ Während im Unterland schon seit zwei Wochen die Lese läuft, hat das Oberland gerade erst damit begonnen. Den neuen Jahrgang wollen die Württemberger ECOVIN-Winzer möglichst naturgemäß und schonend ausbauen, unter anderem mit Ganztraubenpressung, Einsatz eigener Hefen und Gärung in kleinen Behältern.

Mit guten Qualitäten und ausreichenden Mengen stellen die Winzer beste Prognosen für den Jahrgang 2007. Die Weinfreunde dürfen gespannt darauf sein, wie sich die jungen Weine im Keller entwickeln.

 

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Pressekontakt:
ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V.
Andrea Schürgers
Wormser Str. 162, 55276 Oppenheim
Fon 06133-1640, Fax 06133-1609
E-Mail: info@ecovin.org, Internet: www.ecovin.org