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Profil - Geschichte |
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Der Aufbruch
Die Pionierjahre waren von Aufbruchstimmung geprägt. 35 Gleichgesinnte fanden sich zur Verbandsgründung zusammen und rasch stieg die Mitgliederzahl auf über 50. Wie lässt sich ökologischer Weinbau praktizieren und verbindlich in Richtlinien erfassen, das waren die Hauptthemen der ersten Jahre.
1985
wurden die strengen Richtlinien des Verbandes, die die EU-Vorgaben übertreffen, erstmals veröffentlicht. Sie haben bis heute ihre Gültigkeit behalten.
1990 - 1995
Die Entwicklungsphase
ECOVIN wurde als Warenzeichen eingeführt. Das zeigte Wirkung. Nochmals stieg die Mitgliederzahl rasant an. Der Anfang war gemacht. Nun galt es, die Produktion zu perfektionieren und übertragbare Strategien zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden mit Veröffentlichungen, Seminaren und Kongressen publik gemacht. 1992 wurde das Beratungssystem der Verbandsmitglieder, bislang in Selbsthilfe organisiert, von staatlichen Beratern abgelöst.
1995 - 2000
Die Professionalisierung
Die ökologischen Grundsatzfragen waren geklärt. Jetzt stand die Qualität, die Kunst des Weinmachens stärker im Vordergrund. ECOVIN-Winzer stellten sich dem Wettbewerb und überzeugten unabhängige Fachjuries von ihren guten Weinqualitäten. Mit der Gründung der ECOVIN-GmbH wurde eine funktionstüchtige Geschäftsstelle in Oppenheim geschaffen. Die Öffentlichkeitsarbeit für den Bundesverband wurde aufgebaut. Ein einheitlicher Auftritt im Design setzte sich in allen Werbemitteln durch. Aktionen mit starken Partnern sorgten für viel Aufmerksamkeit. Die Baumpflanzaktion mit dem BUND zum Beispiel oder die Teilnahme am Kochfestival der Eurotoques-Köche. Das Thema ökologische Verantwortung wurde immer wieder mit Genuss und Lebensfreude verbunden. Mit den Qualitätserfolgen der Winzer und der strategischen Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes konnte der Bekanntheitsgrad von ECOVIN erneut gesteigert werden. Die Mitgliederzahl hat sich mittlerweile auf 200 eingependelt. Viele individuelle Persönlichkeiten sind dabei, die sich jedoch alle einig sind in dem großen Ziel, guten Wein im Einklang mit der Natur zu machen.
Auf dem Weg ins nächste Jahrtausend
Die Qualität stimmt, das Image auch - in den nächsten Jahren wird ECOVIN sich verstärkt mit Vermarktungsstrategien auseinandersetzen. Wer sich als Winzer für ökologischen Weinbau entscheidet, investiert zunächst viel. Nicht nur die mit dem erhöhten Arbeitsaufwand verbundenen Kosten, sondern auch die geringeren Ernteerträge schlagen zu Buche. Rund 30 Prozent Mehrkosten entstehen auf diese Weise im Vergleich zum konventionellen Weinbau. Doch wer nur in dieser Hinsicht auf die Kosten schaut, wird die Vorteile des ökologischen Weinbaus nicht verwerten können. Vielmehr gilt es, sich in einem heiß umworbenen Markt erfolgreich eine Position zu verschaffen - gerade mit dem Argument "öko". Heute schon leben viele ECOVIN-Winzer ein klares Konzept vor, mit dem sie erfolgreich sind. Das kann ein Veranstaltungskonzept sein mit Blick auf den Endverbraucher, der so an "sein" Weingut gebunden wird. Das kann die Ausrichtung auf den Fachhandel sein. Oder die Konzentration auf ein höheres Preissegment und die entsprechende Kundschaft, die den edlen Tropfen zu schätzen weiß. Qualität, eine ansprechende Ausstattung und eine offene Kundenorientierung, das werden die Erfolgsfaktoren der nächsten Jahre sein. |
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